
Samstag Nachmittag sind wir in Sevilla gelandet und wurden von unseren Herbergseltern Ralf und Mari-Carmen am Flughafen abgeholt. Von dort ging es direkt zu ihnen und ihrer Baustelle, denn das Haus befindet sich in Umbau. Sven kam also in den Genuß eine echte spanische Baustelle zu begutachten und täglich von den ersten Arbeiten der Bauarbeiter geweckt zu werden, sofern sie kamen.
Mit Ralf und Mari-Carmen durfte man die spanische Küche von ihrer delikaten Seiten kennenlernen. Nicht dass die Versorgung die Tage zuvor schlecht war, aber durchaus steigerungsfähig. So verbrachten wir sehr entspannte und schöne Tage in Sevilla.
Das Viertel in dem wir wohnten hatte durchaus seine Reize, in den Gässchen saßen Damen vor Ihren Häuschen auf Stühlen, sie waren käuflich zu erwerben. Für mich kaum zu glauben, denn da ist das Angebot in Deutschland doch deutlich attraktiver. Aber die Spanier stehen wohl auf wohlgenährte, ältere Damen in Kittelschürze. Vielleicht eine Marktlücke in Deutschland? Eine Ecke weiter überraschte man mich dafür mit relativ großen Spanierinnen, in kurzen Röckchen, hohen Schuhen und sehr tiefen Stimmen. Ja, Frau B. merkte irgendwann auch, dass es sich bei dieser Spezies nicht schon immer um Damen handelte. :-)
Auch in dieser Stadt wollten wir auf die Bustour nicht verzichten. Von Barcelona waren wir jedoch relativ verwöhnt. Dort erhielten wir für 3 ziemlich attraktive Bustouren an 2 Tagen ein Ticket für je 22 Euro. Die Herrschaften in Sevilla enttäuschten, denn dort erhielten wir für stolze 15 Euro eine Bustour, die nur sehr wenig zu bieten hatte. Es gab kaum Ausstiegsmöglichkeiten, da es auch nicht so sonderlich viele Sehenswürdigkeiten gab. Nepper, Schlepper, Bauernfänger!
Nachdem wir bereits in Barcelona auf Santiago Calatrava stießen, durfte ich nun endlich die Alamillo Brücke in Sevilla sehen, von der mir Sven zuvor ausführlich berichtete. Während mich der Telefonturm in Barcelona nur wenig begeisterte (deshalb keines der 100 Fotos auf meinem Blog), fastzinierte mich die Brücke um so mehr.





